Lottie Animation


Habt ihr euch schon mal gefragt, wie auf Webseiten und in Smartphone Apps Animationen möglichst effizient verwendet werden können? Hierzu möchten wir euch gerne das Animationsdateiformat Lottie vorstellen und erklären, was dessen Verbindung zu Airbnb und einer deutschen Animationsfilmerin aus dem Jahre 1926 ist. Aber alles der Reihe nach. Wie ihr vielleicht schon mal bemerkt habt, sind heutzutage auf vielen Webseiten und Smartphone Apps hochauflösende und komplexe Animationen eingebunden.

Dies war jedoch nicht immer so und noch vor einigen Jahren war das Erstellen und Einbinden solcher Animationen ein komplexer und langwieriger Prozess. Man musste entweder umfangreiche Bilddateien aus vielen Einzelbildern erzeugen (z.B. GIF) oder dutzende Zeilen Code schreiben. Daraus resultierend waren Animationen in diesen Medien nicht weit verbreitet.

Wie bereits angedeutet, hat sich dies mittlerweile jedoch geändert und ist unter anderem dem Animationsformat Lottie zu verdanken. Lottie ist ein JSON-basiertes Animationsdateiformat, welches Designern und Entwicklern ermöglicht Animationen auf jeder Plattform so einfach wie statische Assets zu verwenden. Eine Besonderheit ist, dass Lottie-Files nur einen Bruchteil der Dateigröße haben, wie beispielsweise Animationen im Format GIF. Darüber hinaus können mit Lottie Animationen deutlich farbintensivere und schärfere (vektorbasierte) Animationen erzeugt und eingebunden werden. Hinsichtlich der Erstellung sind Lottie Animationen auch deutlich unkomplizierter. Mithilfe der Compositing- und Animationssoftware After Effects und einem Plugin können komplexe Animationen direkt in das Lottie Format exportiert werden.

Die Grundidee Animationen als skiptbasiertes Dateiformat auszugeben hatte 2015 der Webentwickler Hernan Torrisi. Im Jahr 2017 wurden die damaligen Airbnb-Entwickler Brandon Withrow, Gabriel Peal und Leland Richardson auf das neuartige Dateiformat aufmerksam und unterstützten Torissi bei der Entwicklung, sowie dem Aufbau von Bibliotheken für Android und iOS. Gemeinsam wurde sich auch auf die offizielle Bezeichnung Lottie geeinigt. Der Name verweist auf die deutsche Silhouetten-Animationsfilmerin Lotte Reiniger, die 1926 den ersten abendfüllenden Trickfilm schuf.

Für weitere Informationen zu dem Dateiformat, sowie den möglichen Einsatzgebieten, könnt ihr die offizielle Website von Lottie besuchen.

Quellen: